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Zusätzlich zu den Texten aus der Bibel bereichern andere Geschichten und Gedichte den Taufgottesdienst. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, dass eine Person aus der Taufgesellschaft eine Geschichte oder ein Gedicht vorlesen kann. > Das Geheimnis glücklicher Kinder > Nacherzählung aus "Der Kleine Prinz" (Antoine de Saint Exupéry) > In welche Zukunft wirst du gehen? > Wohin dein Lebensweg dich auch führt! Unter "Bibeltexte zur Taufe" steht, was ein Vorleser in der Kirche bedenken sollte. Unter Mitwirkende / Texte für Taufpaten finden Sie weitere Textvorschläge. Schöne Texte finden Sie auch in den beiden Büchern, die ich Ihnen hier vorstelle:
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Das Geheimnis glücklicher KinderMit einigen einleitenden Sätzen können das Interesse an einer Geschichte erregen. Einleitende Bemerkung zur Geschichte Was können wir tun, dass unser Kind glücklich wird? Diese Frage beschäftigt Eltern seit jeher. Auch Ihr werdet das oft fragen. Kluge Menschen werden euch antworten: „Es gibt kein Patentrezept!“ Der Theologe und Pädagoge Frank Maibaum hat in seinem Buch "Das Taufbuch" eine Geschichte erzählt; vielleicht hilft sie euch, selbst eine Antwort zu finden. Die Geschichte Ratsuchende Menschen kamen täglich zu dem alten Mönch, der sich oben im Kloster geduldig die Sorgen der Menschen anhörte. Seltsame Antworten gab er auf ihre Fragen und niemals einen konkreten Rat. Dennoch kamen sie immer wieder, manche von weit her. „Was kann ich tun, dass mein Kind glücklich wird?“ rief eine Mutter ihm zu. „Gibt es das Geheimnis glücklicher Kinder?“, ergänzte ein Vater. Selten war die Unruhe so groß wie bei diesen Fragen. „Hört!“, rief der Mönch, „hört das Klatschen meiner Hände!“ Mit lautem Schall schlug er seine Handflächen zusammen. „Und nun“, rief er, „nun hört das Klatschen dieser Hand!“ Er hob eine Hand. Es bleib still, und alle lauschten gespannt. „Wenn du ein Kind hast“, flüsterte er in die Stille, „wird es glücklich werden, wenn du jedoch keines hast, wirst du es verlieren und Traurigkeit wird einziehen in dein Haus. Das ist das Geheimnis!“ Leise wiederholte eine Frau diese Sätze, um zu verstehen: „Wenn ich ein Kind habe, wird es glücklich sein, wenn ich keines habe, werde ich es verlieren und Traurigkeit wird einziehen in mein Haus.“ Es dauerte eine Weile, bis eine Frau in die Stille sagte: „Als ich gestern mit meinem Kind auf dem Fußboden lag und wir gemeinsam träumten, spürte ich so intensiv wie selten, dass ich ein Kind habe; wir waren uns so nah.“ „Wenn wir gemeinsam den Sonnenuntergang betrachten“, begann ein Vater, „wenn ich am Abend an seinem Bett sitze und wir auf den Tag zurückblicken“, ergänzte ein zweiter, „wenn ich mit ihm lache oder wenn ich den Grund seiner Traurigkeit verstehe und es fest an mich drücke“, fügte eine Mutter hinzu, „immer dann weiß ich, dass ich ein Kind habe“. „Immer dann“, sagte ein Vater nachdenklich, „wenn ich keine Zeit habe, seine Erfolge mit ihm zu feiern, seine Sorgen zu hören, seine Begeisterung zu teilen, immer dann merke ich, dass mir mein Kind mehr und mehr verloren geht.“ Noch lange wurde an diesem Tag miteinander geredet.
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Nacherzählung aus "Der Kleine Prinz"Das Buch "Der Kleine Prinz" ist weithin bekannt. (Es ist erscheint im Karl Rauch Verlag, Düsseldorf). Aussagekräftig ist das Kapitel, in dem der Kleine Prinz den Fuchs trifft. Wir erzählen den Text frei nach. Zunächst eine Einleitung So können Sie die Geschichte einleiten Vater und Mutter zu sein bedeutet, Verantwortung zu tragen. Patentante und Patenonkel zu sein bedeutet, die Eltern mit dieser Verantwortung nicht allein zu lassen. Wir alle, die wir heute hier feiern, sind mitverantwortlich für das Wohl des Kindes, das wir heute tauften. Es gibt eine Geschichte, die in besonders schöner Weise zeigt, was es heißt, Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen. Sie steht im Buch „Der Kleine Prinz“. Der weltbekannte französische Autor Antoine de Saint Exupéry, der 1944 mit seinem Flugzeug in der Sahara verschollen ist, hat es geschrieben. Vielleicht kann uns diese kleine Geschichte helfen, das Geheimnis von Liebe und Verantwortung neu zu entdecken. Ich lese eine gekürzte Nacherzählung. Mit diesen Worten können Sie Geschichte vom Kleinen Prinzen nacherzählen Es war einmal ein kleiner Prinz auf einem fernen Planeten. Dieser Planet war sehr klein, nicht größer als unsere Kirche hier. Der kleine Prinz lebte dort allein. Na ja, nicht ganz allein, denn dort wuchs eine Rose, eine einzige Rose. Der Prinz liebte seine Rose über Alles. Wenn sie traurig war, tröstete er sie; wenn der Wind gegen die Blüte blies, umschloss er sie mit seinen Händen; wenn eine Raupe an den Blättern nagen wollte, stülpte er ein schützendes Glas über sie. Eines Tages musste der Prinz seine Rose für kurze Zeit allein lassen, denn er flog zur Erde. Er landete mitten in einem Rosenfeld. Er sah die vielen Rosen und wurde sehr traurig. „Ich dachte, es gäbe nur eine Rose im ganzen Universum,“ sagte er, „meine Rose. Ich dachte sie sei etwas Besonderes. Doch es gibt so viele, und sie sind alle gleich schön. Ich weiß nun gar nicht mehr, warum ich meine Rose liebe.“ In diesem Moment erschien ein Fuchs. „Wer bist du?“, sagte der kleine Prinz. „Ich bin ein Fuchs“, sagte der Fuchs. „Komm, spiel mit mir“, schlug der kleine Prinz vor. „Ich kann nicht mit dir spielen“, sagte der Fuchs, „ich bin noch nicht gezähmt! Zähmen bedeutet‚ sich vertraut zu machen. Noch bin ich für dich nur irgendein Fuchs, doch wenn du mich zähmst, bin ich einzigartig für dich.“ Also machte sich der kleine Prinz mit dem Fuchs vertraut. Sie blieben einige Zeit zusammen. Als die Zeit des Abschieds kam, sagte der Fuchs: „Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine die einzige ist.“ Der kleine Prinz ging, zu den Rosen. Da viel es ihm auf! „Ihr seid gar nicht wie meine Rose,“ sagte er zu ihnen. Ihr seid wie mein Fuchs war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er der einzige in der Welt. Ihr seid schön, aber ihr seid leer,“ sagte er noch. „Meine Rose habe ich begossen. Ich habe sie unter den Glassturz gestellt, sie beschützt, sie von Raupen befreit. Ich habe sie klagen und rühmen gehört und manchmal schweigen. Das ist meine Rose; sie ist die einzige.“ Der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück. „Nun wirst du das Geheimnis verstehen,“ sagte der Fuchs, „das ich dir mitgebe; es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut; Der kleine Prinz wiederholte, um es sich zu merken: „Alles Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ „Und da ist noch etwas", sagte der Fuchs, "die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, aber du darfst nie vergessen: Du bist zeitlebens
für das verantwortlich, „Ich bin für meine Rose verantwortlich“, wiederholte der Prinz, um es sich zu merken.
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In welche Zukunft wirst du gehen, Menschenkind?Gedichte oder andere meditative Texte eignen sich ebenso wie Geschichten als nichtbiblische Lesung für die Feier der Taufe: In welche Zukunft wirst du gehen, Menschenkind? Wie viele Militärstiefel werden donnern? In welche Zukunft wirst du gehen, Menschenkind? Wie viele
Menschen werden glauben, Wie viele Machtgebärden wird man sehen? Das wird daran liegen, In welche Zukunft wirst du gehen, Menschenkind? (Nach „Banger Blick nach vorn“, aus
F.
Maibaum,
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Wohin dein Lebensweg dich auf führen wirdDas folgende Beispiel für eine nichtbiblische Lesung im Taufgottesdienst, ist ein Zuspruch der Nähe Gottes. Wohin
dein Lebensweg dich auf führen wird, Wie immer wir die Welt aufteilen, er ist in jedem Teil. Er ist mit dir im tiefsten Schnee, im stärksten Regen, Er selbst ist der Tag, er ist die Nacht, (Aus: F. Maibaum, Das Zeitbuch, J. F. Steinkopf 1999)
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© Dipl.-Päd., Pfarrer Frank Maibaum http://www.frank-maibaum.de Stand: 21.04.2012 |