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Diese Erwartungen hat die Kirche an die TaufpatenOb die ausgesuchten Paten gute Paten für Ihr Kind sind, kann die Kirchengemeinde nicht prüfen; das tun Sie gewissenhaft. Doch auch die Kirche hat Anforderungen an Taufpaten - und umgekehrt dürfen die Paten Erwartungen an die Kirchengemeinde haben. Denn beide Seiten gewährleisten in gemeinsamer Partnerschaft die christliche Erziehung des getauften Kindes. Die christliche Erziehung zu unterstützen, dass ist die Anforderung, die die Kirche an Paten stellt. Daher sind in den Kirchenordnungen formelle Bedingungen für die Übernahme des Patenamtes formuliert: Ohne einer christlichen Kirche anzugehören, kann niemand Taufpate werden. Und zumindest ein Pate muss die Konfession haben, in der das Kind aufwachsen soll. In der katholischen Kirche müssen Paten getauft, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sein. Die evangelische Kirche erwartet, dass Taufpaten getauft und konfirmiert sind. Sprechen Sie mit Ihren Geistlichen vor Ort, welche Bedingungen Paten erfüllen müssen. Auf evangelischer Seite sind die Anforderungen in den Landeskirchen unterschiedlich. Und auch die einheitlichen Vorschriften der katholische Kirche sehen aus seelsorglichen Gründen gewisse Ausnahmereglungen vor. Sprechen Sie mit den Geistlichen über die Möglichkeit, Personen, die den Anforderungen der Kirche für das Patenamt nicht (oder noch nicht) entsprechen, als Taufzeugen einzusetzen. Entsprechende Regelungen werden unterschiedlich und mancherorts sehr frei gehandhabt. Geistliche werden oftmals kritisch gefragt, warum das Patenamt mit der Kirchenmitgliedschaft verbunden ist; man könne doch auch an Gott glauben ohne in der Kirche zu sein. Ja, richtig, persönlicher Glaube ist sehr unterschiedlich und kann auch außerhalb der Kirche sehr wohl existieren. Zum Glück versuchen die großen Kirchen nicht, den persönlichen Glauben zu überprüfen, im Gegensatz zu manchen Sekten. Die katholische und die evangelische Kirche sind ein Dach, unter dem sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Glaubenserfahrungen versammeln können, gut so. Es geht nicht darum, den Glauben der Paten zu prüfen. Aber sie sollen bereit sein, dem Kind den Wert der christlichen Gemeinschaft zu vermitteln. Das ist eine wichtige Aufgabe des Taufpaten / der Taufpatin. Auch sollen sie dafür sorgen, dass die Kirche das Kind nicht vergisst. Wer sich aus der Kirche entfernt hat, kann also sehr wohl an Gott glauben, aber, wie kann er „glaubwürdig“ zur verantwortungsvollen Mitgliedschaft in der Kirche erziehen? Vater oder Mutter können selbst nicht Pate ihres Kindes werden. Manchmal übernehmen es die Großeltern, Taufpatin bzw. Taufpate für ihr Enkelkind zu sein. Das ist unter gewissen Umständen sinnvoll. Doch, da die Großeltern sowieso eine enge Beziehung zum Kind haben, verschenkt man so die Möglichkeit, dem Kind noch weitere Menschen an die Seite zu stellen. Werden trotz aller Bemühungen kein Taufpate bzw. keine Taufpatin gefunden, die den persönlichen Wünschen und den kirchlichen Vorschriften entsprechen, wird man mit den Geistlichen vor Ort jedenfalls Lösungen finden; denn kein Kind, für das die Taufe gewünscht wird, soll ungetauft bleiben.
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Erwartungen der Eltern an die TaufpatenAls wichtige Bezugspersonen begleiten die Paten die Entwicklung des Kindes. Sie setzen sich für Rechte und Anliegen des Patenkindes ein. Sie sorgen dafür, dass es mit seinen Erwartungen, Sorgen und Nöten nicht allein gelassen wird. Für diese anspruchsvolle Aufgabe benötigen die Paten das Vertrauen des Kindes und der Eltern gleichermaßen. Klären Sie in Ihrer Familie, welche Erwartungen an die Paten bestehen. Sprechen Sie mit den zukünftigen Paten darüber. Regen Sie die Paten an, sich über die Bedeutung des Patenamtes Gedanken zu machen. Dies erreichen Sie z. B. mit einer Diskussion über die folgende Verpflichtungserklärung oder den "Brief eines Paten an sein Patenkind", den Sie weiter unten finden. Passen Sie die Beispiele Ihren Vorstellungen an; ändern, kürzen, ergänzen Sie es im Gespräch mit den Paten.
Das Versprechen eines Paten Ich
werde Ich werde
Ich werde
Ich werde
Ich werde Mein Patenkind wird in mir stets einen guten Freund und verlässlichen Partner finden. In einer schönen Form niedergeschrieben passt ein solches Versprechen der Paten gut ins Erinnerungsalbum.
weiter zu > Was Eltern den Taufpaten versprechen
Patenschaft gelingt nur, wenn die Eltern bereit sind, die Paten bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Daher sollten auch Paten Erwartungen äußern. Nach dieser Vorlage können Eltern ihre Versprechen schriftlich festhalten: Versprechen der Eltern an die TaufpatenWir
werden
Wir werden
Wir werden
Wir werden
Wir sind bereit,
Wir sind dankbar, Sollten wir aus irgendwelchen Gründen unsere Aufgaben als Eltern nicht voll erfüllen können, so wenden wir uns vertrauensvoll an die Paten. weiter zu > Brief eines Paten an sein Patenkind
Brief an mein Patenkind Ein solcher "Brief an das Patenkind" kann von Paten formuliert werden. Nachdem er bei der Taufe (in der Kirche oder daheim) vorgelesen wurde, kommt er zu den Taufunterlagen oder in das Erinnerungsalbum. Das Patenkind freut sich später sicherlich darüber: Liebe
Saskia!
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© Dipl.-Päd., Pfarrer Frank Maibaum http://www.frank-maibaum.de Stand: 24.05.2010 |